Mit dem Gewinn des renommiertesten europäischen
Blockflötenwettbewerbs vor zwei Jahren hat
sich der damals erst 23-jährige Daniel
Koschitzki in die allererste Reihe der
jungen Generation hineingespielt, ja: hineinkatapultiert
– denn zur gleichen Zeit wurde ihm, dem
Studenten, die vakante Position des vierten Mitspielers
im Amsterdam Loeki Stardust Quartet angeboten. Der Gefährdung, vielleicht zu
früh, zu stark in das unzweifelhaft brilliant-virtuose
wie erfahrungsgesättigte Fahrwasser seiner
berühmten Kollegen zu geraten, begegnet Daniel
mit souveräner Gelassenheit und kreativ-eigenem
Impetus: Proben seines Spiels, seines Ausdrucksvermögens
zeigen einen heranreifenden Künstler, der
auf seinem Instrument wirklich etwas zu sagen
hat!
Sein gleichermaßen professionelles
Klavierspiel eröffnet ihm Horizonte weit
über das Leben mit der Blockflöte hinaus,
und so ist Daniels Ibach-Recital gestrickt aus
ungewohnten Grenzgängen zwischen U und E:
Angespornt von den Partnern an Klavier und Schlagzeug,
solistisch oder im Dia- und Trialog, verführt
die Blockflöte ihre Zuhörer heute in
die schillernde Welt des Crossover - Mittelalterliches,
minimalistisch kommentiert, Romantisches in kontrastreicher
Verschränkung etwa mit spanischer Popmusik,
”Scarborough Fair” meets Frank Martin...
Stile, Epochen, Länder kreuzen einander und
laden sich an den Begegnungsknoten gleichsam elektrisch
auf. Ein Muss nicht nur für Blockflötenfreunde
und eine temperamentvolle Lehrstunde über
die Allgegenwart inspirierter Musik! |
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