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Marion Verbruggen, Anneke Boeke am 26.01.2002 |
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Zwei Temperamente, ein Puls Marion Verbruggen und Anneke Boeke, die schon als Kinder in der Musikschule Spiel und Spaß miteinander teilten, pflegen seit tatsächlich 40 Jahren das Blockflötenzwiegespräch in seiner reifsten Form, dem nahtlosen Ineinander zweier dennoch sehr eigener Stimmen. Deren wechselseitigem
Geben und Nehmen, Anregen und Antworten zu folgen ist ein Genuß wirklich seltener Art: Beide Musikerinnen kennen einander in einem Maße, daß sie die zweistimmige Struktur zu verlebendigen, zu pointieren vermögen, ohne der Einheit der Komposition, auch des Klanges, Gewalt anzutun. So wird der Hörer ganz mit hineingenommen in den Vollzug der vielleicht
anspruchsvollsten musikalischen Besetzung, die keine temporäre Entspannung, keine Unter- oder Überordnung kennt. Solche Kunst ist nicht erlernbar, sie ist entscheidend auch die Frucht der Kontinuität eines gemeinsamen Musizierens, wie es nur wenigen lebensgeschichtlich überhaupt möglich ist. |
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Daß beide Musikerinnen zwischen ihren Duo-Unterredungen immer wieder und ausgedehnt die eigenen Wege verfolgen so ist etwa der Name Marion Verbruggen für viele die Inkarnation vital-momenthaften Solospiels schlechthin , belebt und bereichert die Vertrautheit des gemeinsamen Spiels um Impulse, die jede
Interpretation zu etwas unwiederholbar Neuem machen. |
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Geri Bollinger, der innovative Geist bei Küng Blockflötenbau, ist einer der ganz wenigen Blockflötentüfteler, die unbeirrt von kommerziellen Zwängen und frei von einengender Eitelkeit unser Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen der Blockflöte neu formulieren oder einfach
in Instrumente übersetzen, die die Vorurteilslosigkeit ihres Erbauers konstruktiv in sich tragen. Wenn er erläutert oder fragt, gelingt es ihm ohne Trick, seine eigene Neugier auf den gelungenen Flötenklang zum unmittelbaren Interesse dessen werden zu lassen, der ihm und seinen Überlegungen zuhört. |
| 11.00 - 13.00 |
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Blockflötenkurse:
Marion Verbruggen, Anneke Boeke
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In zwei parallelen Meisterkursen
erarbeiten beide Musikerinnen
weiterführende Perspektiven auf
ausgewählte Literatur.
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Aktive Teilnahme: 25,- €
Passive Teilnahme: 10,- €
Anmeldeschluss 18. Januar. Weitere Informationen auf Anfrage. |
11.00 - 13.00 |
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Blockflötenworkshop,
mit Geri Bollinger
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Woran erkennt man die gute Blockflöte? Wie entsteht ein Klang und wie wird er beeinflußt? Was unterscheidet Ganassi- von Renaissanceflöten, Solo- von Ensemble-Instrumenten, handgemachte von Firmenflöten, häufig gespielte von selten benutzten Instrumenten? Gemeinsam mit den Teilnehmern und den von ihnen mitgebrachten
Blockflöten erkundet Geri Bollinger diese wie auch andere Fragen, um darüber die Wahrnehmung und das Verständnis für das jeweils eigene Instrument anzuleiten oder zu vertiefen.
Teilnahme: 5,- €
Bitte die eigene Altblockflöte mitbringen. |
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15.00 |
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Bassflöten-Charaktere, oder: warum sich
Strandschuhe nicht zum Skifahren eignen,
mit Geri Bollinger
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Am konkreten Beispiel des von ihm entwickelten Superio-Basses öffnet Geri Bollinger die Tür zur Werkstatt des Modellentwicklers der Firma Küng: Wie muß eine Bass-Blockflöte beschaffen sein, die dunkel, kräftig und doch klar zu zeichnen vermag? Welchen Einfluß auf den Klangcharakter haben Holz, Grifflochgröße,
Anblasrohr, Knick etc.? Geri scheut sich nicht, beim genauen Blick in seinen Bass auch konstruktionsbedingte Grenzen und offen gebliebene Problemstellungen anschaulich in den Vordergrund zu stellen. So läßt er den Interessierten teilhaben an einem öffentlichen Nachdenken über Entscheidungssituationen des Blockflötenbauers, macht sie mit
spannend gewählten Klangbeispielen plastisch deutlich und vermittelt wie nebenbei die grundlegenden Kriterien zur qualifizierten Beurteilung auch anderer Flötentypen. |
| 16.30 |
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Konzert: Marion Verbruggen, Anneke Boeke
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Fantasien, Chansons, Concerts, Duette und Sonaten von der Spätrenaissance in England und Holland über deutsch-französische Klänge des Barock bis hin zu den Bach-Söhnen für nicht weniger als zwei ineinander verwobene Blockflöten.
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| Start
2001/2002 Marion Verbruggen, Anneke Boeke
am 26.01.2002 |
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 © Copyright early-music im Ibach-Haus
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